Frühlingsexkursion am 01. Mai

Sonne, blühende Blumen und viel Vogelgezwitscher. So liesse sich die diesjährige Frühlingsexkursion des Natur- und Vogelschutzvereins Pfäffikon am besten zusammenfassen. Doch dafür musste man früh aufstehen und das taten die rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Exkursion auch. Pünktlich um 07:00 Uhr wurde die Teilnehmenden auf dem Römerkastell bei Pfäffikon von Simon Halter und seinem Leiterteam begrüsst und nach kurzer Instruktion zum Ablauf sogleich in drei Gruppen aufgeteilt. Viel Zeit will man nämlich bei diesen tollen Bedingungen nicht verlieren.

Pünktlich um 07:00 Uhr ging es auch schon los

Nach kurzer Laufzeit bis an den Weg unterhalb des Kastells sah man nebst einer wunderbar blühenden Wiese mit Wiesensalbei, Saat-Esparsetten, Acker-Witwenblumen und Wiesenbocksbart auch ein braunes, scheinbar brachliegendes Feld. Doch erfahrene Naturbeobachter wissen, dass auch solche Felder sehr interessant sein können und so wurde die Gruppe angewiesen, jenes Feld mit dem Feldstecher gut abzusuchen und allfällige Beobachtungen zu melden. Lange ging es nicht und schon wurden erste Meldungen gemacht: Eine Rabenkrähe und eine Ringeltaube. Schöne Vögel zwar aber waren sie nicht die erhofften Seltenheiten. Dann plötzlich: Ein Trupp kleiner, brauner Vögel die die meisten zuerst nicht erkennen konnten wurde gesichtet: Braunkehlchen! Diese tolle Beobachtung erfreute nicht nur die Teilnehmenden sondern die Leiter/Innen gleich mit. Angewiesen auf blumenreiche, vielfältige und extensiv genutzte Wiesen ist dieser Vogel im Mittelland leider praktisch verschwunden und brütet meist nur noch in höheren Lagen zwischen 1600 und 2100 m. In Pfäffikon wird er eigentlich nur noch als seltener Durchzügler jährlich beobachtet.

Ein seltenes Braunkehlchen

Nach dieser tollen Beobachtung zog die Gruppe weiter um das Feld herum. Dabei konnte man immer wieder einen Greifvogel beobachten wie er zwischen einer Tanne und einem Pfosten auf dem Feld hin und her flog: Ein Mäussebussard. Oben auf der Tanne sich sicher fühlend liess er sich sehr gut Beobachten.

Die Färbung kann bei diesen Vögeln sehr variieren, es kommen dunkelbraune bis zu sehr helle fast ganz weisse Individuen vor.


Am Wegesrand gab es ebenfalls Interessantes zu beobachten: Brennnesseln bzw. Raupen die auf ihnen herumkrochen. Viele Tagfalterarten wie z.B. Tagpfauenauge, Admiral und Kleiner Fuchs sind auf Brennnesseln als Futterpflanze für ihre Raupen angewiesen. Deshalb ist es wichtig, Brennnesselbestände nicht immer gleich bodeneben abzuschneiden sondern wenn möglich die Pflanzen an Orten, wo sie nicht stören, stehen zu lassen um den Raupen die Chance zu geben, erwachsen zu werden.

Wer Schmetterlinge gern hat oder der Natur was gutes tun will lässt Brennnesseln stehen

Weiter ging die Exkursion, vorbei am Ötschbüehl, zur offenen Heckenlandschaft zwischen Pfäffikon und Auslikon. Hier wurden der Gruppe diverse hier vorkommende Pflanzen gezeigt und erklärt. Darunter der rosa blühende Schlangenknöterich, das breitblättrige Knabenkraut, eine wunderschöne Orchideenart oder die gelben Schwertlilien. Begleitet wurde die Gruppe dabei von den schönen Gesängen von Teichrohrsänger, Goldammer und Rohrammer. Allesammt häufigere Bewohner der pfäffiker Moorlandschaft. Kurz vor dem Ziel, der ausliker Badi, wurden TeilnehmerInnen nochmals von einem Trupp Braunkehlchen überrascht die sich an den Gräsern und Schilfhalmen festhielten und jagd auf Insekten machten. Ein toller Abschluss! Dannach konnten die, die noch Zeit und Lust hatten mit dem LeiterInnen-Team beim Seekiosk einkehren und einen Kaffee geniessen sowie weitere Fragen stellen oder auf die ereignisreiche Exkursion zurückblicken.

Text: Simon Halter

Bilder: Julia Greiner, Simon Halter

Hinterlassen Sie einen Kommentar