Arten ohne Grenzen – invasive Neophyten bekämpfen

Wie schon seit Wochen war auch dieser Abend trocken und heiss. Die gemäss Jahresprogramm empfohlenen Gummistiefel waren nicht nötig. Zu Beginn gab es Infos von Edith Küpfer, da doch einige Neulinge dabei waren: unser Vereinsland befindet sich im Irgenhuserried, im kant. Schutzgebiet, zwischen zwei Bächen und erstreckt sich über 7 ha. In Absprache mit dem Schutzgebietsbetreuer, Xavi Jutz, zupft der NVV die Neophyten – alles Goldruten – selber.

Erstaunlicherweise kamen die Goldruten, trotz Trockenheit, mit Wurzeln raus. Viele kleine Exemplare auf dem Rundweg und auch grössere, bereits blühende, entlang von Hecken. Manchmal mussten wir richtiggehend in die Büsche hineinkriechen, weil da noch Goldruten waren. Das Resultat zu neunt nach zwei Stunden Arbeit war ein beträchtlicher Haufen Neophyten und zufriedene Zupferinnen und Zupfer. 

Ein beachtlicher, durch die Trockenheit geschrumpfter, Haufen Goldruten

Ein Rundgang im südlichen Teil des Vereinslandes rundete den Anlass ab. Dort war im Winter ein bestehender Graben unterhalten worden, d.h. ausgebaggert und ein Wehr eingebaut worden. Das Wehr hält das Wasser im Moor zurück. 

Leider sind alle Bäche, Gräben und Tümpel bis in eine Tiefe von über einem halben Meter ausgetrocknet. Dem Moor geht es bei dieser Trockenheit sehr schlecht, es leidet und es tut weh, das zu sehen.

Text: Edith Küpfer

Foto: Simon Halter

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